Defekte Gebäudedämmung

Nur der Käufer Gebäudes entscheidet, ob eine Thermografie gemacht wird oder nicht. Verkäufer und Makler sind daran i.d.R. nicht interessiert.

Gebäudedämmungen werden üblicherweise auf die Außenhaut aufgebracht und dann mit einer dünnen und kompaktent Schicht (z.B. Glasfaser-Kunststoff-Gemisch) abgeschlossen. Für manche Tiere (z.B. Spechte, Nagetiere und manche Insekten)  ist diese Schicht keine Herausforderung. Die Dämmung ist aber gerne Ziel ihrer Begierde zum Nestbau.

Soll nun ein Gebäude verkauft werden, hat der Verkäufer kaum ein Interesse daran, dass ein solcher Schaden aufgedeckt wird. Auch der Makler interessiert sich nicht dafür, weil er dann auch dafür den Kopf hinhalten muss und sein Gewinn zudem reduziert wird. Je weniger er weiß, desto besser für ihn.

Der Käufer wüsste gerne, was er kauft, ist aber nicht daran interessiert, dafür eigens Geld auszugeben. Denn wenn er das Objekt dann nicht kauft, ist das Geld weg und er hat nichts davon.

Also sollte der potenzielle Käufer beim Makler den Wunsch nach einer GUTEN Thermografie nachdrücklich äußern. Wird aus dem Geschäft nichts, dann hat der Makler ein Argument für einen anderen Käufer. Jedenfalls dann, wenn keine Fehlstellen erkennbar sind. Sind dagegen welche erkennbar, dann reduziert das den Wert des Objektes, woran weder der Verkäufer noch der Makler interessiert ist. Denn beide sind Verpflichtet, bekannte Mängel dem Käufer auch mitzuteilen.

Der Wunsch des Käufers ist also von ausschlaggebender Bedeutung. Ob eine Thermografie des Objektes gemacht wird, hängt nur von ihm ab.