Elektrosmog-Messung

Je mehr wir uns mit dem Komfort elektrischer Geräte umgeben, desto größerem Elektrosmog setzen wir uns beinahe zwangsläufig aus. Manche Menschen reagieren darauf mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, ohne dass sie jedoch die Ursache für ihre Beschwerden nennen könnten. Denn für elektrische oder magnetische Felder hat der Mensch kein Sinnesorgan und bemerkt sie deshalb nicht. Trotzdem können diese Felder in biologische Prozesse eingreifen.
 
Das Ingenieurbüro Müller führt Elektrosmogmessungen im Bereich 5 Hz bis 100 kHz sowie 800 MHz bis 2,5 GHz durch. Im Hochfrequenzbereich wird sowohl der Mittelwert wie auch der gepulste Anteil ermittelt.
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Der Bereich 5 Hz bis 100 kHz umfasst Freileitungen, Bahnstrom, Maschinen sowie nahezu sämtliche Haushaltsgeräte.

Der Bereich 800 MHz bis 2,5 GHz deckt nahezu alle modernen drahtlosen Übertragungstechniken ab wie Handy D-Netz und E-Netz, UMTS, Mikrowellen aus Herden und Radar, Video, Bluethooth usw.

Es wird mit folgenden Messgeräten gearbeitet:

Niederfrequenz: Gigahertz Solutions ME 3851A
Hochfrequenz: Gigahertz Solutions HF 58B

Niederfrequenz 5 Hz bis 100 (400) kHz
Grenzwerte für Bildschirmarbeitsplätze:

Grenzwertempfehlungen im Bereich MPR II TCO
'92 - '99
TÜV
Rheinland
Magnetisches Wechselfeld
5 Hz bis 2 kHz
200 nT effektiv 200 nT 200 nT
Magnetisches Wechselfeld
2 kHz bis 400 kHz
25 nT effektiv 25 nT 25 nT
Elektrisches Wechselfeld
5 Hz bis 2 kHz
25 V/m 10V/m 10 V/m
Elektrisches Wechselfeld
2 kHz bis 400 kHz
2,5 V/m 1 V/m 2,5 V/m
Elektrostatische Aufladung +/- 500 V +/- 500 V +/- 500 V

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Grenzwertempfehlungen der Baubiologie

für niederfrequente Magnetfelder in nT

extreme Anomalie über 500
starke Anomalie 200 bis 500
schwache Anomalie 20 bis 100
keine Anomalie unter 20

 

 

 

 

 


für niederfrequente elektrische Felder in V/m

extreme Anomalie über 50
starke Anomalie 5 bis 50
schwache Anomalie 1 bis 5
keine Anomalie unter 1

 

Grenzwertempfehlungen für Schlafplätze:

für magnetfelder bis 2 kHz unter 200 nT, möglichst unter 20 nT
für elektrische Felder bis 2 kHz unter 10V/m, möglichst unter 1 V/m


Diese Werte wurden der Bedienungsanleitung des Messgerätes von GIGAHERTZ SOLUTIONS in Langenzenn entnommen.

Das Messgerät wurde angeschafft, weil Geräte mit bekannten EMV-Problemen (EMV = Elektromagnetische Verträglichkeit) im Rahmen des Ingenieurbüros entwickelt werden sollten. Diesen Schwierigkeiten ist bereits beim Schaltungsentwurf zu begegnen. Nebenbei ist dieses Messgerät auch für Baubiologie sehr nützlich, weshalb diese Messungen als Dienstleistung angeboten werden. Dieser Umstand und die Tatsache, dass außer den Messungen selbst kein Geld verdient wird, sollte deutlich machen, dass unvoreingenommen und neutral im Kundenauftrag gemessen wird.

Hochfrequenz 800 MHz bis 2,5 GHz

Das Hochfrequenz-Messgerät wurde angeschafft, nachdem mich eine etwa 50-jährige nahezu taubblinde Frau um Hilfe gebeten hat , weil sie an bestimmten Orten in ihrer neuen Wohnung ein unerträgliches Vibrieren vernehme und deshalb mit Graus an einen erneuten Umzug denkt. Das gleiche Phänomen spürt sie außer in ihrer Wohnung auch noch in einem bestimmten Hotel, in dem sie sich gelegentlich aufhält. Sonst jedoch nirgendwo. Per Niederfrequenzmessung ergaben sich Hinweise darauf, dass sich an den Orten der größten Beschwerden scheinbar ein größerer Gradient des statischen Erdmagnetfeldes befindet. Dies wurde mit einem Messgerät für statische Magnetfelder der Fa. Projekt Elektronik GmbH in Berlin eigens überprüft, der ich für die Leihgabe besonders danke. Nachdem Menschen kein eigenes Sinnesorgan für Magnetfelder haben (viele Tiere haben jedoch eines), diese Frau aber offensichtlich deutlich darauf reagierte, stellt sich die Frage nach der Erklärung dieses Phänomens. Aus der Sicht eines Ingenieurs erscheint folgendes Szenario als wahrscheinlich:

Bewegte elektrische Ladungen erfahren in einem sich ändernden Magnetfeld eine Kraft (Lorentzkraft). Diese ist jedoch so gering, dass sie von menschen Nervenzellen normalerweise ignoriert werden. Allerdings gibt es auch noch die Brown'sche Molekularbewegung, die dafür sorgen kann, dass doch die eine andere Nervenzelle zum Feuern gebracht wird. Dies ergibt ein statistisches Rauschsignal, das vom Gehirn normalerweise ignoriert wird. Diesem Rauschen kann durch die Lorentzkraft ein zusätzliches Rauschen überlagert werden, das jedoch entsprechend der Bewegungsrichtung und dem Magnetfeld eine bestimmte Vorzugsrichtung aufweist. Dieses Signal ist grundsätzlich geeignet, per Integrationsverfahren als Nutzsignal herausgerechnet zu werden. Das Sehzentrum im Gehirn ist auf solche Rechenaufgaben durchaus spezialisiert. Nachdem diese Frau nur noch 5% Sehkraft hat, kann man sich vorstellen, dass ihr Sehzentrum nicht ausgelastet ist und quasi nach einer Beschäftigugn sucht; ähnlich wie das Immunsystem von Allergikern. Es ist also gut vorstellbar, dass dieses die Körpersignale statt der Lichtimpulse der Augen verarbeitet und damit das Magnetfeld als Nutzsignal herausrechnet und so für das beklagte Vibrieren sorgt. Der Wechselimpuls (Vibrieren) wäre damit zu erklären, dass zum Einen das Blut regelmäßig pulsiert und auch die Muskeln ständig etwas vibrierend inerviert werden.


Es gibt also durchaus plausible Erklärungen für die Überempfindlichkeit von Menschen gegenüber bestimmten Dingen, die normale Menschen nicht bemerken.
Wenige Tage später erfuhr ich von einem Bekannten, dass er 1 Jahr, nachdem der Nachbar eine Mobilfunkantenne montieren ließ, an Krebs erkrankte, nachdem er etwa zeitgleich mit der Montage zunächst erhebliche Unruhe und Schlafstörungen bekahm. In seinem Bekanntenkreis gäbe es 11 ganz ähnlich gelagerte Fälle mit gleichen äußeren Umständen und gleichen Beschwerden.

Die Grenzwerte für hochfrequenten Elektrosmog werden weltweit äußerst unterschiedlich definiert. Hier Deutschland herrschen weltweit wohl die höchsten Grenzwerte. Für 1800 MHz (1,8 GHz) empfielt Aaronie in HF1-2003 10 nW/m². Rußland 20.000.000 nW/m², Polen  100.000.000 nW/m² und Deutschland gar 9.000.000.000 nW/m².